Tipps und FAQ's

Ahhh, Montagmorgen, 8 Uhr und gut gelaunt sitzen die Schüler der 1. Klasse für allgemein bildende Garnelenkunde bei Frau Caridina und harren in freudiger Erregung dem Beginn der Unterrichtsstunde...

Guten Morgen liebe Kinder...! - Guten Morgen Frau Lehrerin!

Wie Du sicher schon vermutet hast, ist dies eine der wichtigsten und interessantesten Seiten in unserem Angebot und wir sind bemüht, den Sachverhalt ständig auf dem Laufenden zu halten. Soll heißen, dass wir hier gerne auf Deine Anregungen und Erfahrungen zurückgreifen möchten, um diese Seite zu erweitern, zu aktualisieren und auszubauen. Wenn Du also Tipps und Tricks auf Lager hast die für Gleichgesinnte von unschätzbarem Wert sein können, dann würden wir uns über eine kurze eMail dazu sehr freuen. Gerne bauen wir dann ggf. Deinen Tipp mit in diese Seite ein... Vielen Dank schon einmal!

Weitere Infos zu Problemen und Krankheiten findest Du auch unter » Krankheiten und Probleme

Wer kennt das nicht? Man stellt in einem Forum eine Frage und...: "Wurde schon mal gefragt, benutze bitte die Such-Funktion." ... Klasse!
Hier also hoch komprimiertes Garnelen-Wissen Schlag auf Schlag, welches natürlich ständig ergänzt werden soll!

1. Sand oder Kies als Bodengrund? 21. Was tun mit einer eiertragenden Garnele?
2. Ist gefärbter Bodengrund schädlich? 22. Stellen erwachsene Tiere dem Nachwuchs nach?
3. Sind neue Pflanzen im Garnelenbecken gefährlich? 23. Sind Garnelen Kannibalen?
4. Sind Anubia giftig für Garnelen? 24. Füttern von Jungtieren
5. Sind Mopaniwurzeln schädlich? 25. Inzucht bei Garnelen?
6. Kupfer, Blei, Dünger, Medikamente und Schneckenmittel 26. Warum verlieren Weibchen die Eier?
7. Wieviele Garnelen als Anfangspopulation? 27. Warum überlebt der Nachwuchs nicht?
8. Wieviele Garnelen maximal? 28. Schnecken, Planarien und andere Plagegeister
9. Garnelen im Aussenfilter? 29.
10. Nachwuchs im Innenfilter? 30.
11. Garnelen, die aus dem Aquarium krabbeln 31.
12. Garnelen im Gesellschaftsbecken 32.
13. Vergesellschaftung mit Saugwelsen 33.
14. Die Sache mit dem Laub 34.
15. Wasserwechsel und wie oft? 35.
16. Eingewöhnung bei Neuanschaffung 36.
17. Wie keschert man Garnelen? 37.
18. Von blass zu farbig nach dem Umsetzen? 38.
19. Die Häutung bei Zwerggarnelen 39.
20. Die Garnelen schwimmen sehr 'aufgeregt' umher 40.

1.
Sand oder Kies als Bodengrund?

Das ist den Crystal's ziemlich egal und somit reine Geschmacksache. Ja, die Garnelen wühlen zwar gerne im Mulm rum der bei Sandboden besser zu erreichen ist, da er nicht wie bei Kies in die Zwischenräume fällt, aber erstens ernähren sie sich nicht nur davon, kommen zweitens mit ihren kleinen Ärmchen in fast jeden Zwischenraum und schaffen es drittens auch ein Kieselstein aus dem Weg zu räumen, wenn es unter dem nach Nahrung riecht. Abgesehen davon ist eine Fülle an Pflanzen in einem Garnelenbecken schon fast Pflicht und was interessiert eine Garnele, die sich auf einem großen Büschel Javamoos des Lebens freut, was unten drunter ist. Garnelen sind nämlich keineswegs nur Bodenbewohner und meistens sieht man sie auf Pflanzen rumturnen und mit vorliebe den sich bildenden Algen-Aufwuchs abgrasen. Wir empfehlen schwarzen Kiesboden, da eine Crystal Red auf dunklem Untergrund noch viel farbenprächtiger aussieht. Auf hellem Bodengrund sehen die Garnelen oftmals recht blass aus. Bei der Wahl nach dem geeigneten Bodengrund aber bitte auch FAQ Nr. 3 beachten.
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2.
Ist gefärbter Bodengrund schädlich?
Es gibt Vermutungen, dass manch gefärbter oder kunststoffummantelter Bodengrund Stoffe an das Wasser abgibt (Weichmacher etc.), die für Garnelen tödlich sind. Einige Aquarianer berichten darüber, das sie regelmäßig tote Garnelen im Becken liegen hatten. Nach dem Verdacht, dass es am Bodengrund liegen könnte, wurde dieser gegen Natursteinbodengrund getauscht und offenbar gab es keine weiteren Verluste. Zwar ist dies bisher nicht nachgewiesen, aber die Hinweise häufen sich. Wer grünen oder roten Bodengrund haben möchte, wird es natürlich schwer haben, aber wem z.B. schwarzer Sand oder Kies gefällt, dem empfehlen wir mal im Baumarkt zu schaun. Dort wird unter anderem Brechsand oder Fugensplit angeboten, der erstens natürlich und zweitens unschlagbar günstig ist. Vorsicht bei Spielsand, der ist manchmal mit Desinfektionsmitteln bearbeitet und das bekommt den Garnelen ebenfalls nicht. Dies sollte aber auf der Verpackung deklariert sein. Es sei aber noch gesagt, dass es sehr viele Garnelenhalter gibt, die auch mit buntem Kies keinerlei Probleme haben und so werden wir wohl noch etwas warten müssen, bis sich der Verdacht auf bestimmte Produkte bezieht. Egal welchen Bodengrund man nun auch verwendet, er sollte vorher mit Wasser gründlich ausgespült werden (ausgenommen Produkte wie z.B. ADA-Bodengrund).
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3.
Sind neue Pflanzen im Garnelenbecken gefährlich?
Erst kürzlich hat uns ein Aquarianer von seinem totalen Verlust aller Garnelen berichtet, die innerhalb von 24h nach einbringen von neuen Pflanzen aus einem Zooladen gestorben sind. Wir haben zwar keine eigenen Erfahrungen mit diesem Problem, aber schon sehr oft gelesen, dass es so manche Leidensgenossen gibt, die ähnliches berichten. Pflanzen werden wohl von der Gärtnerei mit allerlei Chemie behandelt, damit sie schnecken- und Algenfrei bleiben, schnell wachsen etc. Wenn man dann z.B. eine frisch gelieferte Pflanze kauft und diese gleich zu Hause ins Becken pflanzt, gibt sie diese Stoffe ans Wasser ab. Offenbar manchmal eine tödliche Dosis für unsere Garnelen. Es ist also dringend zu empfehlen, neu gekaufte Pflanzen vor dem einbringen ins Becken mind. eine Woche lang bei Licht zu wässern.
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4.
Sind Anubia giftig für Garnelen?

Die Antwort auf diese Frage ist nach bestem Wissen und Gewissen: Wir glauben nicht. Es wird immer wieder darüber diskutiert und einige Aquarianer bleiben beharrlich bei der Meinung, dass Anubia z.B. beim schneiden der Blätter Oxalsäure ans Wasser abgeben und diese dann zum Tod der Garnelen führt. Wir haben selbst ein Becken mit mehreren Anubia und können keinerlei Probleme beobachten, auch dann nicht, wenn wir Blätter abschneiden. Ein Bekannter hat eines dieser kleinen 25 l - Becken und als einzige Pflanze eine riesige Anubia. Das Becken läuft seit über einem Jahr und munter turnen Crystals darauf herum. Offenbar dient sie den Kleinen, nachdem das Licht ausgegangen ist, sogar als Liebesnest, denn wie sollte ein Storch so viel Garnelenbabys ins Wasser schubsen können. Unser Fazit: Wir haben in unseren Garnelenbecken, in denen Anubia wachsen, keine negativen Auswirkungen beobachtet und können daher Gefahrenberichte anderer nicht bestätigen.
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5.
Sind Mopaniwurzeln schädlich?
Es häufen sich Berichte von Aquarianern, die bei Verwendung von Mopaniwurzeln (auch Savannenholz oder Eisenholz genannt) über Garnelensterben berichten. Auch wir haben einmal ein Becken mit diesen Wurzeln eingerichtet und es einfach nicht hinbekommen, dass sich die Garnelen darin wohlfühlten. Sie saßen meist nur apathisch herum und viele sind gestorben. Erst nach einem halben Jahr wurde es besser. Wir konnten uns das lange nicht erklären, da wir bisher alle Becken relativ ähnlich unter Verwendung anderer Wurzeln eingerichtet hatten und es nie zu solchen Problemen gekommen war. Dann hörten wir von dem Gerücht, dass in Mopaniwurzeln, je nach Herkunft, eventuell Schwermetalle eingelagert sein sollen und diese im Wasser wieder abgeben. Vieleicht liegt es aber auch an der Sandstrahlbehandlung der die Wurzeln unterzogen werden... wir wissen es noch nicht und so bleibt es auch erstmal weiter nur ein Gerücht. Jedenfalls verzichten wir seither auf Mopaniholz, sicher ist sicher. Moorkienwurzel oder Mangrovenwurzel verwenden wir übrigens ohne Probleme.
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6.
Kupfer, Blei, Dünger, Medikamente und Schneckenmittel
Da auch Kristallrote Zwerggarnelen wie alle Wirbellosen sehr empfindlich auf jede Art von Schwermetallen reagieren, empfiehlt es sich bei einem anstehenden Wasserwechsel das Wasser, welches schon eine Weile in der Leitung gestanden hat, erst einige Zeit abfließen zu lassen bevor es zur Verwendung kommt. Zumindest bei denjenigen, die Kupfer- oder Bleileitungen im Hause haben. Auch einige Durchlauferhitzer können bei längerer Nichtbenutzung Kupfer an das darin stehende Wasser abgeben. Auf die Verwendung von Medikamenten und Schneckenmittel sollte wenn möglich ganz verzichtet werden, da vieles davon für Garnelen tödlich ist. Das in Form von Spurenelementen enthaltene Kupfer in üblichen Pflanzendüngern ist in der Regel bei richtiger Anwendung ungefährlich. Wir empfehlen aber mit halber Dosierung anzufangen und die Tiere gut zu beobachten.
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7.
Wieviele Garnelen als Anfangspopulation?
Garnelen sind Gruppentiere und sollten dementsprechend in einem kleinem Trupp von mindestens fünf Tieren gehalten werden. Das Wohlbefinden der Garnelen hängt stark von der Anzahl der insgesamt gehaltenen Tiere ab. Je mehr, desto wohler fühlen sie sich. Für z.B ein 54 l Artenbecken würden wir 10 - 20 Tiere als Anfangspopulation als empfehlenswerten Wert ansehen.
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8.
Wieviele Garnelen maximal?

Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage, da wir leider keine Informationen darüber haben, wie es in der natürlichen Umgebung der Tiere aussieht, bzw. welche Populationsdichte dort vorherrschen kann. Mit zunehmender Anzahl an Tieren verringert sich jedoch die Aussicht auf Nachwuchs und die Tiere wachsen deutlich langsamer. Eventuell liegt dies daran, das die Tiere nicht mehr ausreichend Nahrung finden, der Stress für die Tiere zu groß wird oder aber ein natürlicher Prozess versucht die Bestandsdichte zu regulieren. Unserer Meinung nach sollte die Obergrenze für z.B. ein 54 l Artenbecken je nach Bepflanzung bei ca. 100 Tieren liegen.
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9.
Garnelen im Aussenfilter

Man nimmt als Ansaugrohr einfach eins dieser grünen Röhrchen und bohrt viele Löcher rein, dann stülpt man ein Filterschwamm für Lufthebefilter darüber und fertig. In einem 400 Liter Becken bei uns haben wir drei dieser Schwämme übereinander und man muss sie nur ca. einmal im Vierteljahr sauber machen. In manchen unserer 54 Liter Becken ist nur ein Schwamm und den braucht man auch nur alle Vierteljahr reinigen. Die kleinen Garnelen werden zwar ohne solch einen Schwamm nicht angesaugt, aber das müssen sie auch gar nicht, denn sie krabbeln von ganz alleine rein und wenn sie erstmal drinnen sind, kommen sie von allein nicht mehr raus.
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10.
Nachwuchs im Innenfilter
Das brauchst Du bei größeren Innenfiltern nicht verhindern, denn dort können sie ruhig reinkrabbeln. Sie haben keine Probleme dort wieder von allein raus zukommen, obwohl wir bezweifeln dass sie dies auch wollen, denn für kleine Garnelen ist es eine Freude auf einem Filterschwamm zu sitzen und ihn 'abzulecken'. Einziger Nachteil, Du kannst sie dort nicht sehen. Gefahr besteht aber im allgemeinen nicht, da sie nicht durch das weiße Flies kommen. Bei den kleinen Innenfiltern empfiehlt es sich den vorhandenen groben Filterschwamm durch einen feinen zu ersetzen. Um ein bisschen handwerkliches gebastel kommt man aber oft nicht herum, da es die Filtereinsätze in der Regel nicht mit feiner Struktur gibt.
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11.
Garnelen die aus dem Aquarium krabbeln

Keine Garnele macht freiwillig einen 'Landgang'. Das tun sie nur aus Not. Bitte sorg für Verhältnisse im Becken in denen sich die Garnelen wohl fühlen, dann wird Dir auch selbst aus einem offenen Becken nie eine rauskrabbeln. Wer also beobachtet, dass seine Garnelen ausbüxen wollen und das Problem nur mit zustopfen von Löchern behebt, deklariert sich zum Gefangnisswärter... Besser ist hier auf jeden Fall Ursachenforschung, wie z.B. Wasserwerte, Fressfeinde etc.
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12.
Garnelen im Gesellschaftsbecken
Garnelen können sich durchaus auch für viele Gesellschaftsbecken eignen. Mit Fischen gleicher Größe die nicht zu hektisch sind und den Garnelen nicht nachstellen, gibt es keinerlei Probleme. Selbst der Nachwuchs kommt in einem gut bewachsenen Becken zum Großteil durch. Anders sieht es z.B. mit Barschartigen aus. Hier kann es dazu kommen, dass man von seinen Garnelen nicht allzu viel zu Gesicht bekommt, da sich die Tiere durch die Nachstellungen der Fische sehr zurückziehen und versteckt leben. Die Meinungen und Beobachtungen gehen hier aber stark auseinander. Es gibt viele die Garnelen auch mit Barschen zusammen halten und keine Verluste beklagen oder Auffälligkeiten beobachten können. Offenbar kann man keine pauschale Aussage machen.
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13.
Vergesellschaftung mit Saugwelsen
In Gesellschaft von Saugwelsen, bzw. Harnischwelsen sollen sich Zwerggarnelen besonders wohl fühlen. Vermutet wird, dass die Garnelen den Kot der Tiere nach Fressbarem durchsuchen (ähnlich wie bei Mulm oder Filterschlamm) und dort geeignete Nahrung finden. Versuche diesbezüglich haben wir noch nicht unternommen, da einige Saugwelse mit den Jahren doch recht groß werden können. Vereinzelt halten wir aber Ohrgitterwelse der Gattung Otocinclus in den Becken... Beim Vergleich zu Becken ohne Welse konnten wir allerdings bisher keine relevanten Unterschiede feststellen. Eine Gefahr, z.B. für Junggarnelen, geht jedenfalls von den Welsen nicht aus.
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14.
Die Sache mit dem Laub

Oft liest man, das (Buchen- oder Eichen-) Laub gut gegen eventuell auftretenden Häutungsprobleme helfen soll... Ob dem so ist, lässt sich mal wieder nicht mit Bestimmtheit sagen. Fakt ist allerdings, das ein Haufen modriges Laub (kurz überbrüht wegen der Keime!) ein Freudenfest für unsere Lieblinge ist. Mit großer Begeisterung stürzen sie sich drauf und durchforsten alles ganz genau nach fressbarem. Auch die sich mit der Zeit zersetzenden Blätter werden gefressen, bis nur noch die Stengel übrig sind. Eventuell geben die Blätter auch Huminsäure an das Wasser ab, welches zum Wohlbefinden der Kleinen beiträgt. Wir haben jedenfalls in all unseren Becken Laub. Man verwendet am besten modriges Laub aus einem sauberen Fluss, oder sammelt im Wald einige Blätter vom Boden. Nach einigen Tagen Wässerung gehen die Blätter unter. Frisch gepflückte Blätter sollen sich nicht eignen...
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15.
Wasserwechsel und wie oft?
Wasserwechsel sollte man regelmäßig machen, das ist klar. Für Garnelenbecken gilt, lieber öfter eine kleinere Menge, als alle zwei Wochen 50%. Sehr gute Erfahrungen haben wir gemacht, wenn wir alle fünf bis sieben Tage ca. 30% Wasserwechsel mit temperiertem Leitungswasser durchführten. Nach dem Wasserwechsel sind die Tiere oft besonders agil (Paarungsschwimmen). Das Wasser ggf. immer erst etwas aus der Leitung laufen lassen, damit eventuell über Nacht im Wasser gelöstes Kupfer nicht ins Becken gelangt. In Haushalten mit Durchlauferhitzern, Kupfer- oder Bleileitungen, ein nicht unwesentlicher Aspekt, da Garnelen, wie oben schon erwähnt, äußerst empfindlich auf geringste Spuren von solchen Schwermetallen reagieren. Je nach Schadstoffkonzentration, leider meistens mit dem Tode!
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16.
Eigewöhnung bei Neuanschaffungen
Hat man die neuen Bewohner endlich zu Hause, möchte man sie natürlich so schnell wie möglich im Aquarium bewundern. Sehr verständlich, aber wir empfehlen dringend sich mit der Eingewöhnung an das neue Wasser etwas Zeit zu nehmen. Der Hormonhaushalt einer Garnele ist sehr komplex und ohne hier nun mit Fremdwörtern wie 'Osmotischer Druck' oder 'Leitwert' herumzuwerfen sei gesagt, das einfache reinschubsen der Tiere ins Becken hat schon oft zu Totalausfällen geführt. Das schwierigste an der Eingewöhnung ist sicherlich das Teufelchen auf der Schulter zu ignorieren, das einen ständig ins Ohr flüstert "es wird schon nichts passieren, rein damit", alles andere ist kinderleicht. Einfach die Tüte mit den Garnelen und dem Wasser in einen Eimer und dann etwa alle 10 Minuten einen Schluck Aquariumwasser dazu. Oder das ganze tröpfchenweise mit einem kleinen Schlauch und Hahn dran. Nach 2 - 3 Stunden sollte die doppelte oder dreifache Menge an Wasser im Eimer sein als. Dann kann man die Kleinen keschern und ins Aquarium setzen.
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17.
Wie keschert man Garnelen?

Eigentlich sind Garnelen nicht besonders scheu, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kescher kurz vor ihnen ist. Ein-, zweimal zucken sie und man konnte nicht mal sehen wohin sie abgehauen sind. Die besten Verdrücker sind die grünen Zwerggarnelen, die schlagen heftige Purzelbäume und hinterlassen oft nichts ausser einen blöden Gesichtsausdruck beim Aquarianer. Crystal Red sind eher problemlos, die Lösung heißt: Vorsichtig sein. Näher Dich langsam der Garnele und Du wirst sehen, sie wird ganz von allein in den Kescher krabbeln, denn die sind meganeugierig, noch viel neugieriger als Frauen ;o) Dann nur noch langsam zur Wasseroberfläche und das war's. Jede ruckartige Bewegung beschert Dir Misserfolg, denn sie sind auf jeden Fall schneller und schon bleibt der Kescher leer.
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18.
Von blass zu farbig nach dem Umsetzen?
Es wird ja den Einen oder Anderen geben, der die Crystal Red richtig züchten möchte und er wird daher die blassen und oder nicht so schön gemusterten Tiere selektieren. Wenn er diese in ein anderes Becken umsetzt, so wird er eventuell schon am nächsten Tag eine Überraschung erleben. Die gestern noch fast durchsichtigen Krabbler sind plötzlich sehr schön gefärbt und man ist fast geneigt sie wieder zurückzusetzen. Manche bleiben ganz blass und können, oder wollen sich nicht ändern. Die Begründung für diese Tatsache ist uns noch nicht bekannt und es kann nur spekuliert werden. Wir könnten uns vorstellen, dass es an der Bevölkerungsdichte oder an dem Zahlenverhältnis von Männchen und Weibchen, welches sich ja sicher in einem anderen Becken ändert, liegt. Vielleicht sind wir damit aber auch völlig auf dem Holzweg. Die Farbenpracht hängt aber offenbar sehr entscheident vom Wohlfühlfaktor der Garnele ab, allerdings muss die genetische Veranlagung auch eine Farbenpracht zulassen...
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19.
Die Häutung bei Zwerggarnelen
Häuten tun sich die Crystal Red's wie alle Garnelen ein Leben lang, nach dem Schlupf allerdings sehr oft und im Alter dann nur alle paar Wochen, da sie dann kaum noch wachsen. Junge Crystalbabys sind allerdings sehr empfindlich und wir konnten bei uns zu Anfang beobachten, dass sie nur sehr langsam wuchsen und wenn sie sich dann häuten wollten, bekamen sie die alte Haut nicht von den Beinen und Armen gelöst und starben daran. Komischer Weise ist es nun anders und sie wachsen recht schnell. Bei erwachsenen Crystals läuft der Häutungsprozess folgendermaßen ab:


Die Garnele wird träge und sucht sich meistens einen Platz an einer Wurzel oder Pflanze in Nähe der Wasseroberfläche warum ist uns bis heute unklar, eventuell damit sie vor anderen Garnelen ihre Ruhe hat). Dann wird sie blass und ihr Fleisch wird milchig. Auf Annäherung anderer Tiere reagiert sie extrem empfindlich und sucht sich sofort einen anderen Platz. Sie sitzt oft mehrere Stunden völlig regungslos dort und sieht gar nicht gesund aus. Diese Zeit benötigt der Organismus um die Häutung vorzubereiten und allein die optische Veränderung zeigt, was für eine große Anstrengung das Ganze für die Garnele ist. Dann geht alles recht schnell, sie krümmt sich mehrmals und es sieht aus als hätte sie Bauchschmerzen, dann platzt hinterm Kopf an einer Sollbruchstelle die Haut auf und die Garnele schlüpft heraus, es sieht aus wie jemand der sich aus einem engen Pulli quält. Dann pumpt sie Wasser in sich um die neue Haut zu dehnen, es wird sich noch ein paar Mal gereckt und gestreckt, dann ist sie wieder fit und das kann man ihr auch richtig ansehen. Die alte Haut bitte nicht aus dem Becken nehmen, sie wird nach ein paar Tagen von den Garnelen gefressen und beinhaltet eine Menge nützlicher Stoffe.
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20.
Die Garnelen schwimmen sehr aufgeregt umher
Kein Grund zur Besorgnis... die Weibchen geben, wenn sie 'empfängnisbereit' sind, nach der Häutung Lockstoffe, bzw. Pheromone ins Wasser ab, welche die Männchen dazu veranlassen, 'aufgeregt' im Becken nach den Weibchen zu suchen. Dies artet oft in einem gemeinsamen 'Paarungsschwimmen' aus, an dem sich nahezu alle Tiere beteiligen. Die Männchen sind dann hinter allem her, was auch nur nach Weibchen aussieht... halt wie im richtigen Leben! Manchmal wird dies Paarungsschwimmen auch durch den Wasserwechsel ausgelöst. Das frische Wasser regt die Garnelen zur Häutung und somit oftmals auch zur Fortpflanzung an.
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21.
Was tun mit einer eiertragenden Garnele?

Wenn man zum ersten Mal ein Weibchen sieht das Eier trägt, ist die Freude meistens groß und es stellen sich oft umgehend hektische Reaktionen ein. Leider keschern manche Aquarianer das Weibchen raus um es in einem separatem Becken gebären zu lassen. Wir halten dies für einen Fehler, denn auch wenn das Zuchtbecken schon ewig eingefahren ist, es kann dazu führen, dass das Weibchen die Eier abstößt, oder sich sogar häutet, wobei dann alle Eier mit verloren gehen und anschließend verschimmeln. Am Besten ist es, das Weibchen einfach in dem Becken zu lassen in dem es lebt. Möchte man dies aufgrund von zu erwartenden Verlusten durch Fressfeinde nicht, empfiehlt sich ein altbewährter Laichkasten, der allerdings eventuell leicht verändert werden muss. Links und rechts viele Löcher gebohrt, ein Netz davor geklebt und schon ist der Brutkasten fertig. Die oft zu großen Gitter im Laichkasten können mit einer Folie verschlossen werden. Das ganze dann mit ausreichend Javamoos bestücken und die Kleinen können kommen.
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22.
Stellen erwachsene Tiere dem Nachwuchs nach?
Nein, das tun sie nicht. Wenn allerdings eine Kleine stirbt oder mit der Häutung Probleme hat und anfängt nach 'Futter' zu riechen, dann stürzen sich alle drauf, aber eine gesunde Kleine wird völlig ignoriert. Keine Gefahr!
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23.
Sind Garnelen Kanibalen?
Hier gilt das Gleiche, wie im Punkt zuvor. Erst ein schwaches oder totes Tier wird als Nahrung für die Gruppe interessant. Vereinzelnt konnten wir beobachten, dass ein offensichtlich geschwächtes, aber noch lebendes Tier, von einzelnen Gruppenmitgliedern 'angeknabbert' wird. Kein schöner Anblick und man sollte in einem solchen Fall die Garnele erlösen.
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24.
Füttern von Jungtieren
Die kleinen Crystals brauchen nicht extra gefüttert werden, denn in einem eingefahrenen Aquarium ist das Schlaraffenland für sie bereits vorhanden. Wir empfehlen Javamoos, das ist sozusagen das Sahnehäubchen auf der Torte und dort werden die Kleinen auch meistens zu finden sein. Es ist einfach die perfekte Kinderstube.
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25.
Inzucht bei Garnelen?
Bei diesem Thema scheiden sich wieder mal die Geister... Die einen sagen, "kann nicht gut sein" und die anderen sagen, "macht nichts". Beide Parteien können aber auch keinerlei Beweise für ihre Theorie vorlegen. Wir können hier also nur unsere Meinung mitteilen, denn auch wir haben nicht einen Beweis in der Tasche und lassen uns daher auch gerne eines Besseren belehren... Wir glauben, Inzucht spielt bei Garnelen nicht so eine große Rolle, wie z.B. bei den höherentwickelten Säugetieren. Der Hauptgrund unserer Ansicht liegt darin, dass es viele wirbellose Arten gibt, die nicht einmal einen Partner zur Fortpflanzung benötigen, sondern sich als sog. Zwitter selbst reproduzieren können. Diejenigen mit anderer Meinung werden natürlich argumentieren, dass die allgemein als empfindlich geltende Kristallrote Zwerggarnele nur deshalb so empfindlich ist, weil sie von nur einer 'Stammmutter' abstammt und sicher in der ersten Zeit ständig mit Familienmitgliedern gepaart wurde. Die Probleme der Inzucht sind ja bekanntermaßen, dass die genetische Vielfalt verloren geht und dadurch die Tiere z.B. anfälliger gegenüber Krankheitserreger werden, es zu Missbildungen kommt o.ä. Wir können allerdings nicht bestätigen, dass die Crystal Red wirklich empfindlicher ist als z.B. die 'wilde' Bienengarnele. Auch von wiederholt auftretenden Missbildungen in irgendeiner Form haben wir noch nie etwas gehört. Unser Garnelenstamm kommt aus verschiedenen Quellen und sicher werden wir auch in Zukunft auf Börsen rumschleichen, um bei hübschen Tieren zuzuschlagen... dies aber hauptsächlich wegen Färbung und Musterung. Sobald wir andere Kenntnisse haben, werden wir diese hier natürlich umgehend kundtun...
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26.
Warum verlieren Weibchen die Eier?
Manchmal werden die Eier von den Weibchen eins nach dem anderen abgeworfen, oder es kommt zur vorzeitigen Häutung, wobei sie dann alle auf einmal verliert. Die Ursache hierfür können unbefruchtete Eier sein. Eventuell werden durch Pheromone von anderen Garnelenarten, die man zusammen mit Crystals hält, die eigenen 'Pheromonbotschaften' der Weibchen überlagert, sodass die Männchen die paarungsbereiten Weibchen nicht finden können und die Eier somit unbefruchtet bleiben. Das verlieren der Eier kommt scheinbar häufiger in Verbindung mit Red Fire (Cherry) Garnelen vor. Möglicherweise eine recht dominate Art... freilich ist dies alles nur eine Vermutung von uns und nicht wissenschaftlich belegt. Auch Probleme mit denen das Weibchen so einfach nicht klar kommt, wie z.B. ständige Attacken durch Mitbewohner, falsche Wasserwerte, oder zu große Wasserwechsel (50% oder mehr) etc, könnten eine Ursache sein. Es kommt zwar auch im Normalfall zu Verlusten einzelner Eier, da einige den Halt verlieren, aber 3/4 der Anzahl sollten mindestens am Weibchen verbleiben, ansonsten stimmt etwas nicht.
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27.
Warum überlebt der Nachwuchs nicht?

Dafür kann es natürlich diverse Gründe geben und auch wir hatten so unsere Sorgen mit dem Nachwuchs. Wenn man die Anzahl der geschlüpften Jungtiere mit denen die wirklich durchkommen verglich, so konnten einem manchmal echt die Tränen in die Augen schießen. Futterprobleme und Freßfeinde mal ausgeschlossen, hatten wir bei Versuchen mit Laichkästen festgestellt, dass die Jungtiere Probleme mit der Häutung hatten und sich der Bestand innerhalb der ersten zwei Wochen halbiert, bis hin zu Totalverlusten. Mittlerweile wissen wir, das grade die Jungtiere ideale Nahrungsbedingungen benötigen um sich erfolgreich häuten zu können. Nachdem wir in Japan waren und mit mehreren Züchtern dort gesprochen haben, verwenden wir nun Shirakuras Bodengrund und sein Aufzuchtfutter Chi Ebi. Seitdem kommen nahezu alle geschlüpften Jungtiere hoch und entwickel sich prächtig.
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28.
Schnecken, Planarien und andere Plagegeister

Diese Tierchen stehen ja manchmal im Verdacht etwas mit Nachwuchsproblemen bei Garnelen zu tun zu haben. Dass sie diesem eventuell schaden oder ihn gar fressen. Wir haben auch schon daran gedacht, als es bei uns zu Anfang viel mehr eiertragende Weibchen als späteren Nachwuchs gab und sich z.B. Blasenschnecken zu diesem Zeitpunkt rasant vermehrten. Viele dieser 'Plagegeister' haben wir noch immer in unseren Becken und bei so einigen wissen wir nicht mal was es für welche sind, sehen aus als kämen sie von einem anderen Stern, doch nun steht die Anzahl der "Schwangerschaften" im guten Verhältnis zum Nachwuchs und noch nie haben wir beobachten können, dass eine Junggarnele auch nur in Bedrängnis kam. Bei Planarien sieht das schon anders aus, wir hatten mal ein Becken mit denen die so einen Pfeilkopf haben und dort erhebliche Probleme mit dem Crystalnachwuchs gehabt. Wir glauben das die Planarien daran beteiligt waren und wenn man beobachtet hat, wie die sich über einen Garnelenkadaver hermachten, dann konnte es einen gruseln. Geholfen hat Flubenol welches über den Tierarzt zu bekommen ist. 0,2 Gramm auf 100 Liter und nach kurzer Zeit war Ruhe. Zur Sicherheit nach 2 - 3 Wochen die Behandlung wiederholen, da Flubenol den ungeschlüpften Planarien nichts anhaben kann. Aber Vorsicht, Flubenol tötet auch viele Schneckenarten ab.
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